Angekommen
Wir sind gut angekommen im Jahr 2010, nach einer fröhlichen Nacht mit viel gutem Essen, leckeren Getränken, netten Gesprächen, einem gescheiterten Spiel und einer strickenden Oma, die es nach 40 Jahren das erste Mal geschafft hat, den Jahreswechsel nicht zu verschlafen.
Das größte Partychaos ist beseitigt, den Rest darf ich dem Liebsten überlassen, der mir weiteres Putzen und Spülen gerade strengstens untersagt hat. Ich soll mich ausruhen… ach, danke, mein Schatz
Die Kinder schlafen beide, schliesslich waren sie bis Mitternacht auch mit dabei. Die Maus im Ergo, ich dachte, sie würde dort einfach den ganzen Trubel verschlafen. Aber es war viel zu aufregend und spannend, und so hat sie gut gelaunt mitgefeiert und ist erst kurz nach 12, draussen während der Knallerei, an mich gekuschelt eingeschlafen.
Das Mäusekind hat mit den Kindern von Onkel Dennis gespielt, die drei hatten riesigen Spaß miteinander, haben in der ganzen Wohnung Konfetti und Luftschlangen verteilt (davon haben wir sicher noch lange was, das Zeug setzt sich wirklich in ALLE Ecken und Ritzen), das Kinderzimmer verwüstet und getanzt, was das Zeug hält.
Ich durfte ihnen den “Ententanz” beinbringen, weil Oma meinte, ich hab das als Kind auch gemacht, und das hätte bei mir immer soooooo süß ausgesehen, wie ich da mit dem Hintern gewackelt habe. Also hab ich mich zur Feier des Tages auch noch gründlich zum Ei gemacht… heute sieht das bei mir nämlich nicht mehr süß aus, es hat eher was von “lahmer Ente”.
Ein bisschen Wehmut schwingt mit an diesem Neujahrstag, denn heute hat meine Mutter meine Oma abgeholt. Innerhalb einer dreiviertel Stunde hatte sie Weihnachtsgeschenke an die Kinder verteilt, einen Happen gegessen, einen Kaffee getrunken, Omas Sachen ins Auto geladen… und weg waren sie. Es blieb nicht einmal Zeit, mich richtig von meiner Omi zu verabschieden, und als ich winkend am Küchenfenster stand und die beiden im Auto um die Ecke bogen, da hab ich doch erstmal dicke Tränen vergossen.
Es fehlt schon was, wenn jemand so lange zu Besuch war. Das klappernde Geräusch ihrer Stricknadeln. Das Schlurfen ihrer Hausschuhe, wenn sie durch die Wohnung lief. Die schöne Tatsache, dass immer jemand zum Reden da war, oder um einen Rat zu geben.
Ich hoffe, zu ihrem Geburtstag sehen wir uns wieder.
Ich werd jetzt mal… keine Ahnung… putzen? Während mein Schatz seinen Silvesterdurchhänger kuriert und seinen schmerzenden Rücken… er hat sich nämlich gestern nicht zum Ei gemacht, sondern zum Esel, und die Kinder Huckepack durch die Wohnung getragen… nicht gut mit sowieso schon anfälligem Rücken *seufz* Aber für die Kinder tut er eben alles.
Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start ins neue Jahr. Bald gibt es auch wieder Fotos
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