Posts Tagged ‘kopfkrempel’

Gesucht und gefunden

Montag, August 30th, 2010
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Seit Jahren suche ich eine frühere Freundin von mir. Früher, das heisst in dem Fall: meine Grundschulfreundin. Sie ist Ende der vierten Klasse umgezogen, und wir hatten seitdem keinen Kontakt mehr.

Am Tag des Umzugs bin ich zu meiner Oma gelaufen, habe mich schluchzend in ihre Arme geworfen und in ihre Kittelschütze geheult “So eine Freundin finde ich nie nie wieder”.

Es hat sich bewahrheitet, so eine Freundin habe ich tatsächlich nie wieder gefunden, in jungen Jahren zumindest nicht.

Kürzlich bin ich auf Facebook gestoßen, und weil ich alle anderen Netzwerke schon abgegrast hatte, habe ich eben dort mal den Namen der Freundin und den ihres Bruders gesucht. Den potentiellen Bruder habe ich angeschrieben, ob er denn eine Schwester habe, sie mal in meiner Heimatstadt gewohnt haben…

Und heute bekam ich eine Nachricht. Er hat eine Schwester, sie hat den Namen meiner Grundschulfreundin, und sie haben mal in dem Ort gewohnt.
Er hat mir ihre Telefonnummer geschickt, ich könne ruhig mal anrufen.

Oh Mann, ich bin so glücklich, nervös, hibbelig, aufgeregt…
Was soll ich denn sagen? Nach 20 Jahren, die wir keinen Kontakt hatten… ich weiss ja nicht mal, ob sie sich noch an mich erinnert.
Hoffentlich trau ich mich… ich meine, jetzt, wo ich so lange gehofft und gesucht habe, wäre alles andere doch Blödsinn, oder?

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Fortschritte

Montag, August 30th, 2010
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Es tut sich was in Lippstadt. In erster Linie Gutes, und das zaubert mir grad ein dickes Grinsen ins Gesicht.

Das Mäusekind zum Beispiel entwickelt sich sprachlich immer besser, er quasselt jetzt schon fast wie seine Altersgenossen, nicht mehr zusammenhanglos und wirr, sondern mit Sinn und Verstand.
Er wird selbstsicherer und kriegt es jetzt auch hin, sich mit Worten gegen andere Kinder durchzusetzen. Bisher liefen viele Streitereien mit Körpereinsatz ab, weil ihm einfach “die Worte fehlten”, bzw er die Worte zwar kannte, sie aber nicht im richtigen Zusammenhang einordnen und benutzen konnte.
Jetzt läuft viel mehr über Kommunikation. Er fragt, wenn er etwas haben möchte, er erzählt kleine Geschichten, er gibt Antworten auf Fragen, und er sagt eben auch “Lass das sein, ich will das nicht.” oder “Gib das wieder her”, wenn ihm etwas gegen den Strich geht.
Hauen und Schubsen sind deutlich weniger geworden.

Auch die Minimaus hat sich echt gemausert.
Sie fremdelt wenig, fasst recht schnell Vertrauen zu Menschen, bei denen sie merkt, dass Mama und Papa Vertrauen haben.
Ich denke, auch ich habe da einen Teil beigetragen. Ich habe gelernt, loszulassen, sie ihren Weg gehen zu lassen statt immer behüten und beschützen zu wollen.

Gegen ihren großen Bruder setzt sie sich mittlerweile immer öfter durch- und verteilt auch von sich aus mal Knüffe, was eigentlich SO nicht sein soll, aber das ist sie wohl, die berühmt- berüchtigte Geschwister- Hass- Liebe ;-)

Okay, sie isst immer noch meist den Belag vom Brot und lässt das Brot liegen (oder vom Tisch fliegen). Sie kippt Becher immer noch in hohem Bogen aus, wenn sie keinen Durst mehr hat. Und sie schreit und bockt und zickt und schmeisst sich immer noch kreischend auf den Boden (heute erst wieder erlebt bei Lidl, weil sie allein und nicht an der Hand laufen und schon gar nicht und unter keinen Umständen im Einkaufswagen sitzen wollte), wenn sie ihren Willen nicht bekommt.
Aber alles auf einmal kann sich ja auch nicht ändern, oder?

Eine Sache hat mich heute mehr als erstaunt.
Wir lagen im Bett, kurz gestillt- und eigentlich nuckelt sie solange an der Milchbar, bis sie drüber einschläft.
Heute wollte sie die B.rus.t einfach nicht mehr haben. Erst hat sie noch erzählt und Löcher in die Luft geguckt- nach ein paar Minuten hat sie sich zu mir umgedreht, ihren Wuschelkopf in meine Armbeuge gelegt- ich habe ihr sachte den Rücken gestreichelt- und sie ist ohne B.rus.t und ohne Geschrei eingeschlafen.
Einfach so.
Ich bin noch eine ganze Weile bei ihr liegengeblieben und dann im festen Glauben aufgestanden, dass sie eh gleich wieder wach werden würde, sobald sie die Tür hört.
Pustekuchen. Sie schläft seit einer halben Stunde ganz friedlich.

Ob das vielleicht an der neuen, dickeren, festeren, besseren Matratze liegt, die sie seit heute hat?
Oder am Wetter?

Ich werd es wohl nie erfahren, und ich trau mich auch nicht zu hoffen, dass das öfter passieren wird in nächster Zeit… aber es ist schön zu wissen, dass es prinzipiell zumindest funktioniert :-)

Hach, ich liebe meine Rasselbande. Sie sind echt toll und stressig und anstrengend und nicht mehr wegzudenken, und wenn ich sehe, wie super sie sich entwickeln, dann läuft mir glatt das Herz über. ♥

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Manche Tage

Mittwoch, Juli 21st, 2010
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Manche Tage sind einfach nur schön. Perfekt.
Auch wenn die Kinder quengelig sind, es viel zu schwül ist, man keine fünf Minuten Zeit für sich selbst findet.

Heute war es ein Blick, ein Lächeln und ein “Danke, du bist ein Schatz”, das von Herzen kam, das meinen Tag perfekt gemacht hat.

Danke, mein Engel.
♥♥♥Ich liebe dich.♥♥♥

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Kindheitserinnerungen

Montag, Juli 19th, 2010
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Ich denke oft an früher, an die Zeit, in der ich so alt oder nur wenige Jahre älter war als es das Mäusekind heute ist.
Ich war die meiste Zeit bei Oma und Opa, weil meine Eltern beide gearbeitet haben.
Im Sommer hat unser Opa meine Schwester und mich vom Kindergarten abgeholt, und dann sind wir in den Garten gefahren. Dort hatte Oma meist schon gekocht, gegessen wurde in der Gartenlaube oder im Freien, an einem überdachten Tisch.
Am Weg stand ein Sandkasten. Neben dem Wasserfass.
Wir haben das Wasser vom Fass in den Sandkasten geschüttet und dann nach Herzenslust im Matsch gespielt.
Wenn uns zu warm wurde, sind wir ins Fass geklettert, zum Abkühlen :-) Oder zum Matsch abspülen…

Ein Stück weiter den Weg runter (der war nur so 20 Meter lang, von der Gartenlaube zum Gartentor) stand ein Gerüst, mit einer Schaukel dran. Stundenlang konnten wir dort immer höher und höher schaukeln, und wenn es uns zu bunt wurde, konnten wir uns auf die Hollywoodschaukel legen und ausruhen. Die hatte ein Dach, und es war immer wunderbar schattig.

Ganz am Ende vom Weg stand das große Wasserfass. Da ist meine Schwester mal reingeplumpst… mein Cousin auch *lach* Weil sie beide immer so viele Flausen im Kopf hatten, haben alle gesagt: “Das kommt daher, dass sie beide in das gleiche Fass gefallen sind, als sie noch klein waren”. Erinnert ein bisschen an Obelix, der ja ins Fass mit dem Zaubertrank gefallen ist :-)

Der Garten war mein Ein und Alles. Das Größte war für mich, wenn wir am Wochenende dort übernachtet haben. Dann ging der Spaß direkt morgens weiter.

Meinen eigenen Kindern kann ich leider keinen Garten mit Sandkasten, Wasserfass, Laube und Schaukel bieten.
Aber Matschepampe, Essen im Freien und Spielen, das kriege ich hin.

Da geht’s, wie heute, zum Spielplatz um die Ecke. Mit viel Sand und zwei Schaukeln, Wippe, Rutsche und vielen Klettermöglichkeiten für’s Mäusekind.
Im Gepäck jede Menge Sandspielzeug, Essen, Getränke… und 3 Liter Wasser. Die haben wir in den Sand gekippt und richtig herrlichen Matsch gemacht.

Minimaus, Mäusekind und ein weiteres Kind haben lange Zeit total begeistert gespielt, so wie ich es damals gemacht habe. Gebuddelt, geschmiert, Wasser und Sand geknetet und gemischt, Eimer gefüllt und so richtig Spaß dabei gehabt.
Zwischendurch gab’s was zu Knabbern und ein Eis und eine Runde auf der Schaukel.

Und ich? Saß daneben und habe an die Zeit gedacht, als ich selbst noch so gespielt habe. Mit Matschepampe. Schön war’s.

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Ein Gruß in den Süden… und einer in den Himmel.

Sonntag, Juni 20th, 2010
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Ich könnte mich ohrfeigen, dass ich nicht schon viel früher zum Telefon gegriffen habe. Dann wärst du noch da gewesen. Und hättest dich mindestens so sehr gefreut, von mir zu hören, wie deine Frau.

Heute habe ich mich getraut.
Leider war es zu spät, um nochmal mit dir reden und deine vertraute Stimme hören zu können. Monate zu spät.

Zwei Jahre habe ich an euch gedacht, euch vermisst.
Dich werde ich nun immer vermissen :-(

Den Kontakt in den Süden werde ich nicht mehr abreissen lassen. Nicht noch einmal.

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Manchmal

Mittwoch, Mai 12th, 2010
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Manchmal geht das Leben komische Wege. Wege, die man nicht versteht, die man selbst eigentlich nicht gehen will. Niemand weiss, wohin sie führen, ob sie steinig und holprig sind oder nicht, keiner weiss, was hinter der nächsten Gabelung liegt…

Manchmal WILL ich gar nicht wissen, was dahinter liegt. Wenn von “hinter der Gabelung” ein bedrohlich wirkender Schatten auf den Weg fällt, zum Beispiel. Dann möchte ich stehenbleiben, starr verharren wie ein Kaninchen vor der Gewehrmündung… warten, hoffend, dass sich irgendwo doch noch ein anderen, weniger bedrohlich wirkender Abzweig auftut.
Gehen muss man letzten Endes doch…

Wohin, das wird die Zeit zeigen. Das Leben. Die Zukunft. Und der Weg wird weitergehen, immer. Bis zum Schluss.

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